
Neulich – er war auf dem Rückweg von der Tagung der Strategiekommission des VDD, ich hätte mir demnach also schon denken können, dass er anrufen würde – hat er mich trotzdem wieder mal kalt erwischt:
Martin Grell ruft an: "Ihr habt jetzt ein zukunftsweisendes Trainings- und Championatskonzept", verkündet er, und im nächsten Augenblick verrät der beliebte Plinggg-Ton meines Handys das Eintreffen seiner MMS:

Prototyp Kentucky 2010
„Andererseits minimiert sich die Belastung für den Teamtierarzt, den Hufschmied und den Physiotherapeuten in Hinsicht auf das Pferd“, erwärme ich mich langsam, „das heißt, sie könnten sich vermehrt ihrer eigentlichen Aufgabe als Psychoanalytiker der Reiter widmen. Nicht zu reden von den Trossern und Trossfahrzeugen, die zusammengezogen werden könnten.“
Aber wie zumeist hat Martin Grell auch schon weiter gedacht. „Leider“, bedauert er, „sind die Zuchtverbände von dem neuen Zuchtziel noch nicht überzeugt. Sie fürchten Absatzeinbußen ...“
„... bis zu sechsundsechzig Prozent?“, mutmaße ich und melde weitere Bedenken an: „Auch könnten sich die Maße herkömmlicher Pferdehänger als problematisch erweisen.“
„Ihr solltet sofort eine Anfrage an Böckmann starten“, schlägt Martin Grell vor, „denn das ist ja wohl klar: eigenmächtige Teilnahmen einzelner Reiter an strategisch minderwertigen Ritten im osteuropäischen Ausland lassen sich mit diesem Konzept hundertprozentig verhindern!“
| letzte Aktualisierung 1. Juli 2010 | Martin Grell ruft an! | vom 9. August 2009 |