
Vorsicht! - Politisch nicht korrekt!
Rashed aus dem Hause Saeed al Kamda in Arabien guckte nicht schlecht, als fünfzig Meter vorm Ziel Tango Lady wie ein märkischer Sandsturm an seinem Schimmelchen Taliesin vorbeiflitzte. So war das nicht gedacht. Dummerweise hatte man ja schon die Französin Lea de Vogeler, die zunächst wie die Siegerin aussah, nicht wirklich briefen können, dass hier vielleicht erhebliche Summen, fließend vom Orient zum Okzident, naja – Ost-Okzident, sprich Polen, ach, sagen wir doch lieber Süd nach Nord – auf dem Spiel standen.
Die polnischen Mitst(r)eiter des arabischen Delegierten hatten den Gönner auf seinem in ihrer Heimat vorbereiteten Pferd brav bis zu diesem und jenem Gate begleitet und waren dann, man unterstelle keinen Vorsatz, zurückgeblieben oder ausgeschieden. Die Französin war so ein Ärgernis, aber dann diese spanisch tanzende Lady, die hatte keiner auf dem Wettschein gehabt.
Während Maike Grell sich noch diebisch über die zerrissenen Kaufverträge für Taliesin freute – ach, das war schon wieder gemein – nein, sie freute sich natürlich über den gegen den Schwarzbärtigen ertanzten zweiten Platz, hatte sie plötzlich schon gewonnen, weil das Pferd der dann doch nicht siegreichen Französin in der Nachuntersuchung scheiterte.
Tango Lady hatte vom Start weg die zweite Gruppe hinter der mächtig dahinschießenden polnisch-arabischen Symbiose angeführt, mit wechselnder Begleitung, mal war’s ein russisches Sturmgewehr (Kalascnyikov, Achal Tekkiner), mal die im Ziel zum Scheitern verurteilte, namentlich moderate (Nadir du Coyan, Cheval de Selle) französische Konkurrenz.
Dass der orientalische Abgesandte nach dieser Ernüchterung einen Laternenmast aus dem Hause Oranien mithilfe eines in Germanien zum Aussterben verurteilten Blitz-Vehikels rückwärts setzend arg traktierte, ist Fakt. Spektakulationen um den Anlass verweisen wir ins Reich der Geschichten aus 1001 Nacht.
| letzte Aktualisierung 1. Juli 2010 | Martin Grell ruft an! | vom 9. August 2009 |