
Wegen zu weniger Nennungen sollte der 1. Distanzritt durch die Stechliner Forst fast abgesagt werden, fand aber glücklicherweise dann doch statt - in recht kleiner Runde. Angeboten wurden drei Ritte: 31, 52 und 74 km.
An der Einfahrt zum Padock-Platz wurden wir bereits freundlich begrüßt und es gab sogar eine Einweisung, wo man hinfahren soll, was ich persönlich immer sehr gut finde, denn dann gibt es nicht so ein Durcheinander und jede Menge verschenkten Platz auf der Wiese. Hier gab es jedoch jede Menge Platz für alle. Die Tierärztin, Frau Mirjam Lenz, untersuchte die Pferde sehr genau und professionell. In einer gelungenen Vorbesprechung bekamen wir super Karten, genaue Infos zur Strecke und so war ich mir recht sicher, dass auch ich mich womöglich einmal nicht verreiten würde und konnte mich gemütlich am Lagerfeuer entspannen. Fürs Leibliche Wohl war auch gesorgt, denn es gab einen netten Grillmeister, der mir sogar meine Tofuwürste grillte. Einzig der Gang vom Lagerfeuer zum Zelt war nicht so gemütlich, denn die Nacht war mit 9 °C doch ganz schön kalt.
Um 7 Uhr startete ich als erste Reiterin den 74er Ritt. Bei strahlendem Sonnenschein ging es durch Wald und Feld - mein Lieblingsstück war eine wunderschöne hügelige Wiese (schmacht). Die Strecke war zwar zu großen Teilen recht hart, aber glücklicherweise fanden sich entlang der Strecke zahlreiche ewig lange Stoppelfelder, die zum Galloppieren einluden. Ich hab zwar immer wieder einen Blick auf die Karte geworfen, jedoch hätte man diese eigentlich einpacken können, da die Markierungen wahrlich perfekt waren. Eigentlich konnte man diese gar nicht übersehen, auch wenn ich es trotzdem einmal geschafft hab. Die gleiche Strecke war zweimal zu reiten, so wusste man dann auf der zweiten Runde dann schon, was kommt. Leider waren plötzlich auf der zweiten Runde die Stoppelfelder schon gepflügt - schade ... Es gab zwei Pausen auf dem Ritt - die erste am Padockplatz und die zweite am Vet-Check der ersten Runde. Trossloses Reiten wäre auch überpaupt kein Problem gewesen, da an allen erdenklichen Stellen Wasser zur Verfügung gestellt wurde. Außerdem traf man wirklich überall nur fröhliche Menschen.
Alles in allem eine super organisierte Veranstaltung mit netten Helfern und schöner Strecke. Im nächsten Jahr soll sogar ein LDR angeboten werden. Hoffentlich gibt es dann mehr Interessierte, damit dieser Ritt nicht wieder in der Versenkung verschwindet.
Solveig Schnieder
| letzte Aktualisierung 1. Juli 2010 | Martin Grell ruft an! | vom 9. August 2009 |